Sich präsentieren – Einweihungsfest des Collège

In den letzten zwei Wochen vor dem Fest hat sich alles total rasend zu einem Gesamtbild zusammengewachsen. Das Gewächshaus ist erkennbar, es muss nur noch der Plastik darauf. Nur schon das Grundgerüst lässt erkennen, dass es einen Hühnerpalast geben wird – eine architektonische Schönheit. Und nicht nur das, die Hühner werden sich auch baden können, in dem kleinen Teich, der vor ihrem Haus steht...

 

In der Oase sind alle Flächen zwischen den Bäumen für das Gärtnern bereit: der Boden ist aufgelockert, mit ein wenig fruchtbarer Erde angemischt, besät und gemulcht! Der Barfussweg ist vorläufig fertig und fühlt sich herrlich an. Ausserdem ist eine kleine Sonne entstanden...

 

Um den Sportplatz herum ist ein hohes Netz gespannt und dahinter sind inzwischen meeega viele Bäume gepflanzt und alle Beete sind gestaltet. Es gibt viele Sitzgelegenheiten, um zu sein, zu geniessen und zu staunen :-)

 

Und das Allerschönste: das Leiten des Wassers hat funktioniert. Letzte Woche hat es einige Nachmittage lang geregnet und das Wasser ist schön in den Sickergraben eingeflossen und hat sich selbsständig verteilt!!!! Juhuuuuuu

 

Das dreitägige Fest, zu dem das ganze Tal und die ganze Welt eingeladen war, verlief hervorragend. Ein hoher Minister ist gekommen. Die Arbeiter sagen, dass vorher noch nie ein Vergleichbarer in dieses Tal gekommen sei. Sie waren soo stolz, dass er nun ihr Projekt besucht hat. Und dann hat er auch noch einen Baum mit uns gepflanzt, nun sind wir berühmt in Marokko ;-) Die Schüler, die Lehrer und die ganze Familie von Itto hat sich und ihre Schule stolz präsentiert – wunderschön!

 

Nun gibt es noch ein paar letzte Arbeiten zu erledigen und dann machen wir uns bereits wieder auf den Heimweg....

 

Es nimmt Form an

Auf unserer grossen Baustelle entwickelt sich weiterhin alles sehr schön. Die Kläranlage ist vorläufig fertig gebaut. Der Grobfilter ist auf einem der Bilder zu sehen. Auch sonst ist die Oase für den letzten Schritt bereit, zum Beispiel ist bereits ein Barfussweg in Entstehung.

 

Der ganze Bereich hinter der Schule schält sich langsam aus der Baustelle raus. Da ist zum Beispiel das Fundament des Hühnerstall-Gewächshauses, das Brahim wirklich wunderschön gemauert hat. Daneben haben die Arbeiter gestern in einem einzigen Tag den ganzen Sportplatz gestampft! Und gleich unter dem Sportplatz haben sich nun viele kleine Lehrbeete um mehrere Bäume gebildet...

 

Im Garten blühen die Iris, die Rosen und viele kleine Blümchen. Auch die ersten Stecklinge setzen wir diese Woche ein. Die Bäume werden angeschrieben und auch sonst gibt es viele Wegweiser auf dem ganzen Campus.

 

Ausserdem haben wir mit den Siebtklässlern den geplanten Baum auf die Mauer gemalt. Dabei stellen die Wurzeln die Permakultur und ihre Prinzipen dar. Jeder Ast ist einem der Schulfächer gewidmet und die Blätter, die von den Ästen abgehen, stehen für die Verbindungen zwischen der Permakultur und dem Schulstoff. Permakultur ist eine Mischung aus allen Wissenschaften :-) Der Eingang der Schule erstrahlt jetzt in allen Farben und macht es noch lebendiger – wunderschön!

 

Ebenfalls stellen wir mit den Ältesten einen Saatgut-Kalender her. Es wird farbige Säckchen geben, bei denen jede Farbe für eine Pflanzenfamilie steht. Danach kann man sie auf dem Wandkalender dem jeweiligen Aussaat-Monat zuordnen.

 

Gestalten

Wir haben schon mit unserer letzten Helfertruppe begonnen, der grünen Oase eine neue Form zu geben. Dies entwickelt sich nun jeden Tag ein bisschen weiter. So haben wir beispielsweise auf dem ganzen Gelände die Pflanzen ein wenig geschnitten und alle Bäume in der Oase mit den Kindern zusammen gemulcht. Die Wege werden weiter entwickelt, die Gestaltung eines Gemüsebeetes und eines Barfussweges ist in Planung. Und genauso geht es auch mit allen anderen Plätzen auf dem Campus :-)

 

Die lokalen Arbeiter bauen fleissig weiter an dem Gästehaus und auch sonst überall auf dem Gelände. Die Wände werden aus Stampflehm gemacht – eine richtig anstrengende Arbeit! Ich spürte meine Schultern schon nach 15 Minuten und die machen das jeden Tag über Wochen hinweg oder sogar ihr ganzes Leben lang... Respect! Inzwischen haben sie auch den Grobfilter für die Pflanzenkläranlage fertig betoniert. Und der Eingang zum Hühnerhaus sieht schon richtig einladend aus. Juhuuuu!

 

Daneben haben wir aus den Ferien ganz viele Stecklinge mitgebracht: falscher Christusdorn, Efeu, Kakteen und andere resistente Bäume. Auf dem Kompost sind Kürbisse gewachsen, die wir nun pikiert haben und in unser Kletterbeet verpflanzt haben. Nun sind wir im Endspurt angekommen, die Klassen kommen täglich raus und helfen uns mehr denn je! Ganz viele Projekte sind angefangen worden, aber davon dann mehr im nächsten Blog ;-)

 

Und überhaupt ist der Frühling in vollem Gange: Die Felder werden geflutet und die Bäume haben das schönste Grün. Alles blüht und schenkt uns Freude! :-)

 

 

 

Capoeira - Merhaba!!!

Ein guter Freund von Lukas ist mit mit drei Capoeiristas aus seiner Gruppe zu Besuch gekommen. Am ersten Tag erzählten sie vom Ursprung des Capoeiras und wir machten eine kleine Präsentations-Roda. Alle Schüler begleiteten uns mit Singen. Mit ein paar einzelnen Kindern hatte ich bereits gewisse Bewegungen eingeübt gehabt und so konnten schon einige an dieser ersten Roda teilnehmen.

 

In den folgenden zwei Tagen erhielten die Klassen einen intensiveren Kurs und schon bald sah man in der Pause immer wieder zwei zusammen die Basisbewegungen einüben. Ebenso hört man jetzt immer wieder das Lied: Oh sim sim sim, oh nao nao nao.... Zum Abschluss des Besuchs machten wir noch eine grössere Roda und konnten allen noch einen tieferen Einblick in unser Spiel ermöglichen. Die Capoeiristas haben sofort einen guten Draht zu den Schülern aufgebaut und eine schöne Energie mitgebracht! Vielen Dank :-)

 

Erdarbeiten mit David Spicer

Ökologisch gesehen ist es vielleicht etwas fragwürdig, einen Mann aus Australien herkommen zu lassen um Erdarbeiten zu erledigen. Aber die Erdarbeiten waren nur ein Teil vom Ganzen. David gab mir einen grossen Einblick über die Arbeiten, die wir verrichteten, so dass ich selbständig weitermachen konnte, nachdem er gegangen war. Das war nötig, denn der Bagger hatte mitten drin eine Panne und wir mussten fast zwei Tage auf das Ersatzteil warten. In dieser Zeit durfte ich viel Zeit mit meinem privaten Lehrer verbringen und wir konnten gemeinsam den Rest des Projektes besprechen. Es gab mir viel Sicherheit und vor allem auch Mut auf diese Weise mit Permakultur weiterzumachen, als ich David's Begeisterung über die Schule und unser Projekt sah.

Und dann war da noch diese Veranstaltung, die wir für Leute aus dem Tal organisierten. Es kamen fast gleich viele Frauen wie Männer und es waren viele. David informierte die Leute über die Eingriffe die wir vornahmen, dass wir mit Sickergräben und Terrassen das Wasser in der Regenzeit so gut es geht zurückhalten, bremsen und verteilen. Ich versuchte den Leuten die Permakultur auf eine einfache Art und Weise zu erklären, dass wir mit der Natur und nicht gegen sie arbeiten, dass eine grössere Vielfalt zu mehr Stabilität führt und dass wir versuchen möglichst viele Kreisläufe zu schliessen.

Nach der Führung übers Grundstück gab es noch eine Teerunde, die in einer grossen Fragerunde endete. Die Leute wollten alles bis ins kleinste Detail von uns wissen. Dies zeigt auch wie sehr sie sich schon mit diesem Thema beschäftigen, was uns besonders freute.

Diese Veranstaltung war als Information gedacht, um den Leuten das was wir machen zu erklären. Es war auch eine Einladung für alle, die mit uns beobachten wollen, wie sich das Projekt entwickelt, damit wir gemeinsam daraus lernen können.

David's Besuch war eine 360° Bereicherung für uns alle und er hilft uns mit dieses Projekt weiter zu unterstützen und in die Welt zu tragen. (siehe Facebook von David Spicer oder seine Homepage)

 

 

Die Woche mit David

In der Woche mit David Spicer ist die Post abgegangen! :-) Wir waren ein super Team und jeden Abend bin ich über den Campus gegangen und habe gestaunt, was alles schon wieder fertig geworden ist!

 

Der Bericht über die Bearbeitung des Hanges mit David wird noch folgen, nun zuerst einmal, was sich sonst so alles entwickelt hat: ES IST FRÜHLING UND ALLES BEGINNT ZU BLÜHEN! Die Bilder sprechen für sich... Dabei wachsen auch die ersten Dinge in den Petflaschen und den Joghurtbechern. Ausserdem entsteht im Klassenzimmer der Baumpaten ein grosser Plan des Schulgartens :-)

 

Eines der grossen Projekte war die Umgestaltung der Komposttois. Nun wird Pipi und Kaka getrennt, damit es nicht mehr so stinkt. Die Jungen dürfen neu auch im Stehen pinkeln, da es nun ein Pissoir gibt. Und das Beste ist, dass es direkt in den Kompost geleitet wird, damit der ständig feucht bleibt. Die Schichtung und Zusammensetzung des zweiten Komposts wurde mehreren Klassen und auch einigen interessierten Besuchern detailliert erklärt.

 

Brahim ist inzwischen mit dem Fundament des Hühnerstall-Gewächshauses fast fertig und wir haben bereits etwas über 300 Lehmziegel hergestellt.

 

Endlich haben wir auch mit der Umgestaltung der grünen Oase begonnen. Einige Bäume wurden ja bereits ausgegraben, um den anderen ein bisschen mehr Platz zu verschaffen. Es wird jedoch absichtlich nicht zu viel verändert, damit die Talbewohner sehen können, dass man nur wenig verändern muss und es dennoch einen grossen Einfluss haben kann. Wir haben die Konturen der Wege festgelegt und bereits angefangen diese ein wenig zu erhöhen, also mit Erde zu füllen. Dabei waren die Schüler auch eine grosse Hilfe.

 

Sooo und nun doch noch ein bisschen was zu Davids Arbeit: Unsere fleissigen Helfer haben eine Brücke über den Sickergraben gebaut, damit der Weg weiterhin bequem passierbar ist. Ausserdem haben die Schüler mitgeholfen ganz viele Steinblockaden in den Hang einzubauen, damit das Wasser verlangsamt werden kann. Dabei hat eine der tauben Schülerinnen auf einen fertigen „Damm“ gedeutet und danach auf ihren lachenden Mund gezeigt – ein Smiley! Genial. Genau am selben Tag ist diese Schülerin von einem Auto angefahren worden und musste ins Spital. Danach haben wir die ganze Woche weitere Smileys für sie gebaut....

 

Willkommen David Spicer

Nun sind wir ein 11 Personen-Team, Wow!

Es ist nochmals eine Helfertruppe aus der Schweiz und Deutschland angekommen, sowie auch David Spicer aus Australien!!! Vielen Herzlichen Dank an alle, die uns hier so kräftig unterstützen - auch die Schulleitung ist begeistert von Eurem Engagement: https://ecolevivante.wordpress.com/2017/03/15/merci_danke_thank-you/

 

Die Bearbeitung des Hanges hat schon voll begonnen und wir sind sehr gespannt, wie das alles Ende der Woche aussehen wird.... Wir richten unterschiedliche Mechanismen ein, damit das Wasser gezielt verlangsamt werden kann. Mit Sickergräben soll das Wasser dann auch richtig in die Erde einsickern können. Morgen Nachmittag gibt es einen grossen Informations-Event, an dem alle Interessierten lernen und sehen können, was wir genau verändern.

 

Die Schüler helfen selbstvertürlich bei allem mit. Ein grosses Projekt, das wir nun andenken, ist einen Baum an die Schulmauer zu malen. Dieser soll die Interaktion zwischen Permakultur und den Schulfächern zeigen. Die Ältesten haben mir bereits geholfen sehr viele Verbindungen zu finden ;-)

Im Garten konnten wir schon in drei Beeten ansäen, wobei mir die 3. und 4.Klässler eine grosse Hilfe waren. Damit wir auch bald für den Waldgarten genug gute Komposterde produzieren können, mussten uns auch alle Schüler beim Aussortieren des Komposts helfen. Dabei haben wir nicht nur Plastik und Alu gefunden, sondern auch Löffel, kaputte Gläser, Batterien, usw....

Ausserdem werden die bereits bestehenden Kompost-Tois gerade von einem guten Freund ein wenig verändert, so dass die Kompostmiete sehr bald schon aufgeschichtet werden kann - Vielen Dank!

Die Arbeiten gehen weiter

Schaufeln, Graben, Anziehen

Klein und Gross helfen fleissig bei allen anstehenden Arbeiten. Vorallem beim Erde abtragen und wegbringen konnten die Kinder ihre Energie nutzen. Die Ältesten waren mir eine grosse Hilfe beim Ausgraben der Bäume, da wir in der Oase ein bisschen auslichten mussten. Sie halfen mir die Bäume sicher in der Baumschule unterzubringen und lernten, welche Bedingungen dafür am besten sind.

Eine weitere grosse Aufgabe, die diese Woche noch andauern wird, ist das Anziehen von Pflanzen in Joghurtbechern und aufgeschnittenen PET-Flaschen. Zuerst mischen wir die lehmige Erde mit Sand an und dann finden oder basteln wir einen guten Ort für die Jungpflanzen...

Pyrolyse und Kompost

 

Wir haben sehr viel mit den Kindern gearbeitet in den letzten zwei Wochen. Wir haben zum Beispiel mit mehreren Klassen pyrolisiert. Das heisst, wir haben mit dem Pyrolyse-Ofen (von Lukas zusammengebastelt) Pflanzenkohle hergestellt. Die Hitze, die beim Verbrennen der Gase zustandekommt, haben wir gerade auch noch zum Teekochen benutzen können :-) In der neuen, wunderbar gemütlichen Tischnische haben die Kinder ihren Tee geniessen können!

 

Die so produzierte Kohle ist ein wichtiger Bestandteil der Heissrott-Kompostmiete, die wir mit den Kindern aufgeschichtet haben. Zuerst sind zwei Klassen los und haben ganz viel trockenes Biomaterial gesammelt. Dann haben alle Schüler von zu Hause Küchenabfälle mitgebracht und schliesslich haben wir noch ein paar Ladungen Mist erhalten. Damit war alles bereit, um den Kompost aufzuschichten. Nach nur 3 Tagen hatte der Kompost die ideale Temperatur von 60-65 Grad Celsius erreicht und wir konnten ihn nun bereits schon zweimal umschichten.

 

 

Lehmziegel

 

Diese Woche hat die Lehmziegel-Produktion mit voller Energie gestartet. Bis jetzt haben schon 5 Klassen geholfen diese herzustellen. Nachdem sich der Lehm eine ganze Woche mit Wasser vollgesogen hatte, konnten wir beginnen. Zuerst mischt man ihn nochmals mit ein bisschen Wasser an, danach kann man ein wenig Stroh hinzufügen, um ihn stabiler zu machen. Dann wird er portionenweise in die Formen gefüllt und ganz fest angedrückt. Und schliesslich kann man die Form hochziehen und übrig bleibt ein Ziegel, der nun lange an der Sonne trocknen muss.

Erste Woche nach den Schulferien (18.2)

Es hat sich viel verändert in den zwei Wochen Ferien - das haben alle mit Freude aufgenommen. Ausserdem hat es die Schüler motiviert uns sofort auch behilflich zu sein, Teil des Ganzen zu werden. In der Mittagspause sind sie gekommen und haben gefragt, ob sie helfen können - sofort gab es eine Kette, die Erde geschaufelt und in ein Neues Beet transportiert hat :-)

Mit der 1.-2. Klasse haben wir alle Wege im Schulgarten mit Luzerne besät. Danach haben wir aus Petflaschen Giesskannen gebastelt und sie konnten ihren Samen Wasser schenken. Zum Schluss habe ich noch den Jüngeren Permakultur in ganz einfachen Worten erklärt... :-)

Mit den 3.-4 Klässlern haben wir im gleichen Garten die Baumscheiben besät. Um jeden Baum gibt es Kreise mit unterschiedlicher Bepflanzung, die den Baum unterstützen soll. Jeder und jede der 3.-4. Klasse ist nun Pate eines Baumes und wird sich darum kümmern. Diese Klassen sind auch mit Lukas und unseren Freunden auf einen Sammel-Spaziergang gegangen und haben Grünmaterial für unseren Kompost zurückgebracht! Danke! Dort haben sie mit Anna auch gelernt, welche Pflanzen sie essen können...

Die 5.-6.Klässler haben bereits fleissig geholfen zu schaufeln und Erde wegzutragen. Ausserdem konnten sie gestern mit Lukas den Pyrolyse-Ofen einheizen und lernen, wie Kohle hergestellt wird. Wir haben ihnen auch die Rolle der Kohle für den Kompost erklärt und gerade noch ein bisschen Tee auf der Flamme gekocht - Mutifunktionalität ist alles :-)

Die Ältesten haben mit uns eine Modell-Kläranlage gebastelt, in einer aufgeschnittenen Pet-Flasche. Sie haben verschiedenstes experimentiert, aber es hat nicht funktioniert und der Sand wurde unten herausgespült. Dann haben wir vom Sand eine Schlemmprobe gemacht und sie konnten sehen, dass der Sand zu viel Lehm enthält und es deshalb nicht funktioniert. In der nächsten Runde wurde der Sand in einem Kaffefilter in die Flasche gegeben und das klappte schon viel besser. Schliesslich hat ihnen Marian noch das Prinzip der Pflanzenkläranlage, die hier gebaut wird, erklärt.

 

P.S. DAVID SPICER WIRD IM MÄRZ ZU UNS KOMMEN UND MIT UNS DEN BERGHANG BEARBEITEN :-) Wir freuen uns darauf! Hier seine Website: http://www.permacultureworks.org/

 

1. - 13. Februar

Baumschule und provisorisches Anzugsbeet

Anfangs der ersten Schulferienwoche haben wir bereits das Design der Baumschule angedacht und erste Vorarbeiten geleistet. Dann sind die fast ausschliesslich permakulturellen Helfer eingetroffen und haben mit uns zusammen voll losgelegt. Ein grosses Mitbringsel waren Beerenstecklinge aus dem Graubünden. Aber dafür brauchten wir natürlich ein frühes Anzugsbeet, da unser Gewächshaus ja noch nicht besteht :-) Ein Graben wurde ausgehoben, dessen Wände „ge-trockensteinmauer-t“, der noch brauchbare Plastik vom abgeräumten Tomatenbeet recyclet und schon war ein Frühbeet entstanden!

 

Ein paar Tage später haben wir dann mit der Mithilfe Hannahs und Lunis (Kinder der Schulgründerin) Joghurtbecher, aufgeschnittene Pet-Flaschen und Ziegel mit Erde gefüllt, um dann verschiedenste Gemüsesorten und Kräuter anzusäen.

 

Ausserdem gibt es vor der Küche nun einen veränderten Platz. Dort war vorher ein Baum und ein Gemüsebeet und sonst vorallem ein Durchgang. Nach unserer Arbeit gibt es der Wand entlang nun zwei Kräuterspiralen als Rahmen und dazwischen zwei gemütliche Sitzplätze mit Tisch und ein weiteres Kräuterbeet. Ich freue mich schon darauf diese mit den Kindern zu bepflanzen. Ein geschwungener Weg trennt diese einladenden Sitzecken von der Baumschule. Hier können die Jungbäume zwischengelagert oder angezogen werden. Über zehn Jungbäume wurden in dieser Woche schon dahin gebracht :-)

 

Terrassieren

Der Bagger hat ja schon einiges an Erdmaterial hinter dem Collège abgetragen und damit grobe Terrassen geschaffen. Es musste aber noch viel Handarbeit geleistet werden! Am Anfang hatten wir zwischen der Wand des Collèges und dem fast senkrechten Erdhang circa 2Meter Platz. In weniger als einer Woche entstand dort eine Terrassenlandschaft, die alle Arbeiter überraschte. Aber auch die Lehrer waren erstaunt, was in so kurzer Zeit möglich ist. Teile dieser Terrassen werden bepflanzt, andere sind zum sitzen und gehen bedacht und ein Teil sogar zum Klettern für die Kinder.

 

Wir arbeiteten auch mit lokalen Arbeitern zusammen, darunter war auch ein „Lehrer/Meister“ für Trockensteinmauern, das funktionierte ausgezeichnet und beide Seiten konnten voneinander profitieren.

 

P.S. Die Fotos kommen morgen - das Internet ist meeeeega langsam...

Schulgarten

Melanie, eine junge Permakultur-Studentin hat sich voll und ganz dem Schulgarten Design gewidmet. In nur einer Woche haben wir mit ihr den Garten völlig umgestaltet. Zuerst haben wir fleissig Bäume ausgebuddelt, weil sie viel zu nah aufeinander standen und sich so nicht vollständig ausbreiten können. Dies hat unseren jungen Baumschule bereits Leben eingehaucht :-) Danach haben wir die Hauptwege geformt und gefestigt. Um jeden Baum herum ist zusätzlich eine Baumscheibe entstanden, also ein Kreis der unterstützend bepflanzt werden wird. In den Zwischenräumen gibt es nun Gemüsebeete und kleinere Wege.

 

Der Bagger kommt

Die Nächte sind immer noch sehr kalt, aber am Tag heizt die Sonne richtig. Unten findet ihr ein paar generelle Umgebungseindrücke auf den Bildern....

Jeden Tag geschieht unglaublich viel! Im letzten Blog ging es um die Vorbereitungen zum Village Vivante, auf dem Blog der Schule könnt ihr sehen, wie das dann ausgesehen hat: https://ecolevivante.wordpress.com/2017/02/01/village-vivante-et-vacances/

Matthias und Anna hatten einen Stand, an dem man einen Baum gewinnen konnte ;-) also naja...eigentlich eher, dass man einen Baum ansäen konnte! Ausserdem haben sie das Tomatenhaus abgebaut und alles bereit gemacht für eine Kompostmiete.

Am Dienstag sollte dann der Bagger kommen, aber er ist nicht aufgetaucht. Und das war auch gut so, denn wir waren noch gar nicht richtig vorbereitet. Am nächsten Tag wohl immer noch nicht, denn er hats wieder nicht geschafft ;-)

Gestern ABER kam er dann... und woooow - der hat in einem Tag echt einiges verändert! Ich habe schöne vorher - nachher Bilder. Wobei das Nachher noch gar nicht erreicht ist - wir werden die entstandenen Terrassen hinter dem Collège noch von Hand weiterverarbeiten und stabilisieren..... Ich freue mich darauf!

Und dann sind gestern auch unsere Permakultur Freunde aus der Schweiz auf dem gelände eingetroffen. Sie haben schon voll losgelegt und circa 90 Beerenstecklinge produziert ;-)

Viel Spass mit den Fotos und ganz liebe Grüsse Lukas und Joana

 

Januar im Tal der Glücklichen

23.01. Wir haben ein Zimmer in der Schule bekommen und können uns nun einmal einleben. Es ist echt sehr kalt - und die vielen Pulloverschichten ziehen wir nur aus um zu schlafen - unter einigen Schichten von Decken :-) Diese Woche ist eine spezielle Woche an der ecole vivante. Am Freitag wird es ein village vivante geben, an dem Schülergruppen verschiedene Stände aufbauen und alle fleissig einkaufen und verkaufen können. Dafür sind die Vorbereitungen nun in vollem Gange: Es wird Geld, Schmuck, Kuchen, Spiele und vieles mehr produziert. 

Auch in Sachen Permakultur geht es am Montag schon voll zur Sache. Lukas und ich machen einen Vortrag vor den Lehrern, um Ihnen die Methoden der Permakutur näher zu bringen und auch um ihr Interesse für die Möglichkeiten zu wecken. Soweit ich das beurteilen kann, ist uns das gar nicht mal so schlecht gelungen ;-) es wurden viele Fragen gestellt und untereinander in Berber und Arabisch erklärt. Schon am darauffolgenden Tag suchen die Lehrer uns auf und stellen weitere Fragen zur genauen Planung. Besonders schön war es mit den Siebtklässlern die Wetterstation auf dem Dach zu installieren. Genau letzte Woche hatten sie das Thema Messmethoden in Geografie und nun konnten sie praktisch sehen, wie man das aufbauen kann. Nur schon die Leiter hochzuklettern war ein grosses Trallitralla

Reise nach Ait Bougmez

11.1.17 Die Reise beginnt und zwar mit Schnee, doch den lassen wir besser da liegen und nehmen Wichtigeres mit. Bevor wir den Hafen von Savona ansteuern machen wir noch einen Abstecher über Zürich um noch Kinder-Gartenwerkzeug gesponsert von BIO-Terra, Skateboard Rollen und Achsen vom Rollladen und Kinderkleider von Texaid abzuholen. Jetzt ist der Bus endgültig voll und wir können in den Süden fahren.

In Savona, bevor wir unser Bus (Namens Waldemar) aufs Schiff verluden, bekam ich (Lukas) fast nochmal ein schlechtes Gewissen, da alle anderen Autos meterhoch Material auf ihre Dachträger gestapelt haben, sodass sie beinahe auf den Felgen fuhren. Aber so hätten wir in der Schweiz wohl kaum durch ein Tunnel gepasst.

 

13.1. Nein, es wurde 14.1. denn die Abfahrt mit dem Schiff verzögerte sich ein wenig. Der erste Tag auf dem Schiff war sehr stürmisch und es kamen lustige Geräusche aus der Schiffstoilette. Ab Barcelona wurde es viel angenehmer und auch die Temperaturen passen sich immer mehr unseren Vorstellungen an.

 

16.1. Nach der chaotischen Begrüssung am marokkanischen Zoll, durften auch wir unsere ersten Gäste begrüssen. Anna und Matthias die uns beim Projekt mithelfen bestritten mit uns die Busfahrt durch Marokko. Wir mieden die grossen Städte und der Weg führte uns durch sagenhafte Landschaften, dessen Flora sich fast im Minutentakt veränderte, so kam es uns vor. Bis wir eines Morgens eingeschneit waren, da veränderte sich nur am Wetter etwas. Doch das ist ein gutes Zeichen, das heisst wir sind bald da.

 

21.1 Wir sind da. Die Passstrasse liess uns in das glückliche Tal Ait Bougmez einfahren. Mit grosser Begeisterung wurden wir empfangen, und zwar mit einem saftigen Schafsbraten.    

Praktikum an der Scuola Vivante (Buchs CH)Teil 2

von Joana


Grundsätzliches

Im zweiten Teil meines Praktikums durfte ich die Primar eine Woche lang begleiten.

Das Schulzimmer der Primar ist sehr grün. Jede/r SchülerIn hat von Pflanzen und Gestellen abgetrennt einen Arbeitsplatz. Alle sind für eine eigene Pflanze zuständig und kümmern sich diese.

 


Die Schule arbeitet nicht mit 45 Minuten Lektionen, sondern hat Tages- und Wochenpläne. Ausserdem gibt es immer ein Jahres- und ein Quartalsthema, auf die sich alle Altersstufen immer wieder beziehen. Das diesjährige Jahresthema heisst Schöpfung.

 

Diese Woche war Chemie immer wieder ein Thema (im Zusammenhang mit dem Urknall) und natürlich ist Weihnachten vor der Tür und die Primar lernt viel über den St. Nikolaus.

 

Alltag

Jeden Morgen findet das Ankommen im Kreis statt. Anna Barbara reckt und streckt sich und wir alle auch. Wir schütteln uns, klopfen den ganzen Körper ab und lassen den Oberkörper nach unten hängen. Anschliessend gibt es Atemübungen, dabei atmen wir beispielsweise ganz langsam aus und schreiben den Namen mehrmals in die Luft. 

 

Diese Übungen helfen den Kindern nicht nur anzukommen und wach zu werden, sondern sie sind auch Vorbereitung für das morgendliche Singen. Diese Woche singen wir ganz viele Weihnachtslieder: Jingle Bells, Santa Claus is coming to town, Little Drumer Boy.

 

 

 

Nach dem Singen, sitzen wir in den Kreis und Anna Barbara sagt, welche Dinge anstehen. Jede/r SchülerIn schreibt nun, was er in den nächsten 90 Minuten erledigen möchte. Wenn Anna Barbara einverstanden ist, geht es an die Arbeit.

 

 

 

Einige arbeiten an ihren Arbeitsheften in Mathe oder Englisch weiter, andere sprechen und schreiben französisch mit Sara. Diese Woche soll auch jeder mindestens eine Nikolausgeschichte schreiben.

 

Zusätzlich hat jede/r SchülerIn ein „Tfit“ (Training für intelligente Talente).

Dabei kann jede/r entscheiden, was er/sie intensiv trainieren möchte: Singen, Comics zeichnen, ein Tier besser kennen lernen, ein Instrument lernen, …

 


Brütwerk

Das Brütwerk ist eine grosse Werkstatt im Untergeschoss der Schule. Sie wird für allerlei Dinge genutzt und im Normalfall haben die Schüler ein Mal pro Woche Zeit im Brütwerk etwas nach ihren eigenen Wünschen zu erschaffen. Diese Woche sind wir in den letzten Dekoration-Vorbereitungen für den Samichlaus-Tag.

 

Einige Schüler erweiterten die Discokugel und andere stellten das Mobile fertig. Dazu bohrte ein Schüler Löcher in Plexiglas-Stäbe, zwei weitere Schüler bogen und erhitzten diese und ein letzter komponierte das Mobile.

 

 

Um noch einige Materialien mehr zu haben, machten wir zuerst einen Spaziergang. Im Wald und auf der Wiese fanden wir viele Naturmaterialien, die wir später für die Dekoration brauchten.


Letzte Woche ist bereits ein Samichlaus aus Kleister entstanden. Nun geht es darum, ihn zu bemalen, einen Hut zu basteln und ihm einen Bart zu geben.

 

Zum Schluss erhielt er auch noch einen roten Mantel, damit man auch erkennt, wer er ist.

 

Zusätzlich wurden Laternen entworfen. Die Bilder haben die Schüler bereits früher gemalt. Heute wurden diese zusammengebastelt. Natürlich durfte jemand auch noch ein Brett entwerfen und die Stromversorgung für die Laternen sicher stellen.

 

Französisch oder Deutsch?!

Sara ist heute mit dabei und darum übersetzen jeweils zwei Schüler für sie.

Wir machen zuerst ein Montagsmaler mit all den Berufen, von denen der Nikolaus Schutzpatron ist. Sara ratet auf französisch mit. Wenn sie also als erste richtig ratet, ist es von Vorteil für die Schüler, wenn sie Sara verstehen :-)

Nach dem Montagsmaler repetiert Anna Barbara mit ihnen nochmals alle Berufe auf französisch.

 

Anschliessend schreiben wir alle eine Nikolaus Geschichte, in der mindestens 1 Satz französisch sein muss. Sara schreibt einen deutschen Satz. Wir lesen sie einander vor und geben Rückmeldungen dazu. Zum Schluss bilden wir Kleingruppen und wählen eine Berufssparte. Dazu entwerfen wir jetzt ein kleines Theaterspiel und spielen es den anderen Gruppen vor.

 

Chemie in unterschiedlichen Altersstufen

Am Dienstag haben die Älteren Chemie mit Damian. Sie lernen dinige Elemente des Periodensystems kennen und wo diese vorkommen. Ausserdem erklärt ihnen Damian welche gerade nach dem Urknall entstanden sind.


Am Mittwoch haben dann die Jüngeren Chemie. Sie experimentieren mit Zucker....

Sie stellen dabei Marshmallows und gebrannte Mandeln her.


 

 

Mathematik oder Weihnachtsgeschenke zusammenstellen?

 

Wir sitzen mit den Heften auf den Boden. Vor uns sind Waagen, 3 kg Risottoreis, eine Büchse Bouillon und Gläser mit getrocknetem Kürbis, Pilzen, Tomaten, Peperoni und Kräutern.

Daraus wollen wir Säckchen für die Eltern machen.

 

 

Hinten auf der Reispackung steht, wir brauchen 250g für vier Personen. Gut, dann machen wir doch 250g Reis in jedes Säckchen.... „Wie viele Säckchen gibt es dann insgesamt?“

 

 

Wir haben eine Schüssel und geben immer ein Glas mit je einer Zutat hinzu. Die Schüler machen eine Tabelle, auf der sie notieren, wie schwer es nach jeder Zugabe ist.

Dann rechnen sie die einzelnen Zutaten aus.

 

Sobald die Tabelle fertig ist, fragen sie sich, wie viel von der Mischung in jedes Säckchen muss.

 

Es entsteht eine Art Fliessband-Arbeit: Zwei wägen den Reis ab, einer gibt Bouillon hinzu und zwei füllen noch das Gemüse ein.

 

Es war so schön zu beobachten, wie sie eben keine Mathe haben. Sie machen Weihnachtsgeschenke und dabei muss man halt gewisse Dinge ausrechnen :-)

 

 

 

Bruchrechnen "nicht erklärt"

Die Älteren lernen mit Brüchen zu Rechnen. Auf dem Tisch sind 10 Kreise: 1,   2/2,    3/3, …

 

Jürg fragt folgende Aufgaben:

 


Die erste beantworten alle richtig, aber die anderen zwei funktionieren nicht.

Jürg ermutigt sie einmal auszuprobieren. Alle haben eine eigene Strategie, wie sie das angehen. Zwei suchen ziemlich schnell nach Zwölftel. Da es diese aber nicht hat, holen sie einen Zirkel und ein Blatt Papier und stellen sie selbst her.

 

 

Nach einiger Zeit des selbstständigen Tüftelns, kommt Jürg auf die Kreise zurück.

Er zeigt mit den Teilen, dass ½ = 2/4 ist und die SchülerInnen ergänzen automatisch die ganze Reihe.

Genau gleich ist die Reihe von 1/3 kein Problem für sie.

Da fragt Jürg, was sie denn jetzt machen, er verstehe nicht ganz. „Was rechnest du genau?“, „Aha, oben mal drei und unten auch mal drei?“

 

Ich habe wunderschön sehen können, wie man Bruchrechnen nicht erklärt :-)

 

 

Aufgaben nach Interessen verteilen

 

Eine der Schülerinnen ist hauptsächlich zuständig für das Aquarium, weil sie sich sehr für Fische interessiert. Sie hat beispielsweise im Internet recherchiert, welchen Putzfisch man besorgen könnte. Also welcher mit den anderen Fischen und den Bedingungen im Aquarium zurecht kommen müsste.

 

Heute muss man das Aquarium wieder einmal reinigen. Zwei sind dabei, die das schon ein paar Mal gemacht haben und weitere zwei, die es lernen wollen.

 


14. - 18. November 2016:      Praktikum an der Scuola Vivante

von Joana Baumann

Ich war die ganze Woche mit der Basisstufe der Scuola Vivante (Partnerschule der école vivante) unterwegs.

Ich mache dieses Praktikum, um die alternative Pädagogik hautnah erleben zu können. Die pädagogischen Ansätze der école vivante in Marokko basieren auf dem Konzept der Scuola. Da ich in Marokko vor allem auch für die Wissensvermittlung zuständig bin, möchte ich diese Methoden praktisch kennenlernen. Nur so kann ich den Lehrern an der école vivante auch wirklich eine Hilfe sein.

Die Basisstufe geht vom Kindergarten bis zur zweiten Klasse. Die grundsätzliche Idee basiert auf spielerischem Lernen.

Montag (im Schulhaus)

 

Nach dem Singen und dem Turnen mit der Primarstufe zusammen, kommen wir ins Schulzimmer und die Kinder beginnen von alleine mit dem Verkäuferli-Laden zu spielen.

 

Eine Zweitklässlerin möchte sofort eine zweite Preisliste mit neuen Produkten schreiben. Sie zeichnet auch immer eine Skizze dazu. Ganz nebenbei kann ich sie fragen, wie viel ich für eine Banane und ein Eis zahlen muss. Die Kinder kaufen ein, geben Rückgeld, sprechen über Qualität und fangen an aus allen erdenklichen Zutaten einen Kuchen zu backen. Auf diese Weise kommen alle bereits in Kontakt mit dem Rechnen. Auch die Kleineren versuchen mit den Händen abzuzählen, wie viel Rückgeld sie geben müssen.


Dienstag

 

Der Bauwagen – das Schulzimmer der Basisstufe – steht an einem neuen Ort!

 

 

  Wir haben vor dem Wagen alles für eine angenehme Ankunft vorbereitet. Auf dem Tisch sind die Specksteine bereit gelegt, so können sich die zuerst Ankommenden schon hinsetzen und beginnen, wenn sie möchten.

 

 

Zur Begrüssung stehen wir in einen Kreis und rufen uns die Regeln in und vor dem Bauwagen in Erinnerung. Es geht darum, einen friedlichen Umgang miteinander zu pflegen.

 

 

Sara ist heute mit dabei und die Kinder sprechen sie (soweit sie es können) auf französisch an. Wenn Sara zum Beispiel in der Pause das Brot schneidet, fragen sie: „Est-ce que je peux avoir du pain s'il te plait“. Dieses angewandte Kennenlernen einer neuen Sprache hat mir sehr gefallen!


 

Ganz selbstverständlich suchen sich die Kinder vorhandene Materialien, um sich zu beschäftigen.

 

Selbstbemalte Steine zeigen Zahlen, die man ordnen kann, und Buchstaben, mit denen man schreiben kann. Stolz zeigen sie mir den fertigen Zahlen-Buchstaben-Kreis.

 

 

 

 

 

Mittwoch

 

Das Prinzip des Aussenschulzimmers hat viele Vorteile. Die Kinder haben nicht nur Zeit, sondern auch genug Raum, um sich auszutoben.

 

Rollenspiele sind sehr beliebt. Diese Woche war Bauer und Tiere das Hauptthema.

 

 

 

 

Auf Spaziergängen können die Kinder rennen, entdecken, fragen und Naturmaterialen sammeln.



Aus diesen Materialien basteln wir die ganze Woche Adventsschmuck.

 

 

 

 

 

In der Kiste mit den Materialien zum Dekorieren entdeckt ein Mädchen eine Kette und sie schlägt vor, die gebastelten Adventsschmuckstücke an dieser Kette aussen am Bauwagen aufzuhängen.

 

 

 

Am Nachmittag verwirklicht sie dann ihre Idee schon einmal in einer Zeichnung.

 

Auf der zweiten Seite dieses Hefts sieht man schön, wie die Kinder immer wieder ihre Erlebnisse reflektieren und dabei gerade auch noch schreiben lernen.

 

Donnerstag

 

Schon als wir am Dienstag das erste Mal zum Bauwagen kamen, fragte ein Kind, wo denn die Garderobe bei Regen sein wird. Wir sagten, dass wir ein Dach bauen werden und heute ist es soweit. Hans Jakob kommt mit dem Material vorbei und die Kinder helfen fleissig mit.

 


Alle sind sehr zufrieden mit sich, weil sie schon so viel mithelfen können.

 

Nach der Arbeit gibt es dann feine Nudeln mit Sauce und Gemüse. Die Zutaten haben wir am Morgen geschnitten und dann auf dem Ofen im Wagen gekocht. Mmmmmhhh!

 

 

 

Freitag

 

Es ist ein stürmischer Herbsttag und beim Basteln müssen wir immer wieder alles festhalten, aber das hält uns nicht davon ab, draussen zu bleiben.

 

 

Hinten im Wagen sind verschiedenste Werkzeuge vorhanden, die die Kinder brauchen können. Dies nützt eines der Kinder heute gerade aus.

Vielleicht ist er ja von gestern inspiriert, jedenfalls baut er sich heute ein Brett, an dem er seine Jacken aufhängen kann.

Nachdem er die Nägel als Hacken eingeschlagen hat, malt er es noch farbig an. Dann zeigt er es mir und der Stolz in seinen Augen ist nicht zu übersehen.